Neu im Kino & Verlosung: Der Dunkle Turm

DF-01589_700Bei keiner anderen Stephen King-Verfilmung hat es so lange gedauert, bis sie ins Kino kam. Und leider muss man hier auch sagen, dass es bei keiner anderen Verfilmung bisher derart deutlich wurde, dass sie der Vorlage einfach nicht gerecht werden kann. Der Dunkle Turm ist kein völliges Debakel, wird aber Fans der acht Bände umfassenden Dunklen Turm-Reihe dennoch unzufrieden stimmen.

Jake Chambers (Tom Taylor) ist ein seltsames Kind. Nach dem Tod seines Vaters hat er düstere Albträume, in denen neben unheimlichen Kreaturen immer wieder ein Mann in Schwarz (Matthew McConaughey) und ein rätselhafter Revolvermann (Idris Elba) in einer Landschaft rund um einen dunklen Turm auftauchen. Jake malt wie besessen seine Träume auf, was dazu führt, dass er in der Schule von seinen Mitschülern gehänselt wird und seine Mutter (Katheryn Winnick) ihn in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen will. Doch Jake ist nicht krank, er besitzt das „Shining“, eine Gabe, die ihn in die Parallelwelt schauen lässt. Als Jake die Kreaturen aus seinen Träumen mitten auf den New Yorker Straßen sieht, macht er sich auf die Suche nach dem Haus des Revolvermanns. Dort findet er ein Portal, dass ihn direkt in dessen Welt hineinführt. Doch Roland, wie der Mann richtig heißt, ist alles andere als begeistert von dem unangekündigten Besuch.

Was dem Dunklen Turm fehlt, ist eine ordentliche Portion Biss, was auch an der für King-Verfilmungen ungewöhnlich niedrigen Altersfreigabe ab 12 Jahren liegen mag. Mit knapp 95 Minuten Spielzeit, was heutzutage ja schon eine Seltenheit ist, könnte man zudem meinen, dass Der Dunkle Turm auf knackige Kürze setzt, aber es wird im Laufe des Filmes immer deutlicher, dass hier gnadenlos gekürzt wurde und einiges an Story verloren ging. Schade, denn Potential ist vorhanden. Gerade Tom Taylor als Jake und Idris Elba als Roland stellen sich als gute Wahl heraus, wenn man aber bedenkt, dass Matthew McConaughey einen Oscar hat, dann kann man seinen Ansatz hier nur als Parodie betrachten. Das schon bald erscheinenden Remake von Es könnte somit die wesentlich stärkere King-Adaption des Jahres sein.

USA 2017, Regie: Nikolaj Arcel, Start: 10. August

(Text: Annette Schimmelpfennig, Bild: Sony Pictures Releasing GmbH)

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